Antidiskriminierung

Die Hochschule Stralsund fördert im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs und ihrer Möglichkeiten ein diskriminierungsfreies Lehr-, Lern- und Arbeitsumfeld und eine gemeinsame Organisations- und Campuskultur, die auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander beruht.

Antidiskriminierungsarbeit ist ein wichtiger Baustein einer offenen, toleranten und chancengerechten Hochschule. Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Antidiskriminierung sind Querschnittsthemen, welche in allen Bereichen der Hochschule von Bedeutung sind. Institutionell sind diese Themen in der Stabstelle Antidiskriminierung verankert.

Aktuelles

Nächste offene Sprechstunde: 

Fr, 03.02.2023: 09:30 - 12:00 Uhr
Di, 07.02.2023: 14:00 - 16:00 Uhr

Eine individuelle Terminvergabe ist via E-Mail antidiskriminierung(at)hochschule-stralsund.de oder per Telefon möglich.

Jede Beratung ist vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym erfolgen. 

Büro der Stabstelle Antidiskriminierung: Haus 1, Raum 134

Angebot

Wenn Sie von strukturellen Ungleichheiten betroffen oder im Rahmen Ihres Studiums oder Ihrer Tätigkeit an der Hochschule mit für den Diskriminierungsschutz relevanten Zuschreibungen konfrontiert sind (oder diesen Eindruck haben), erhalten Sie bei mir eine vertrauliche, bedarfsgerechte sowie verantwortungsvolle Unterstützung und Begleitung bei der Suche nach individuellen Lösungen für Ihr Anliegen.

Suchen Sie fachliche Unterstützung, einen inhaltlichen Austausch oder kollegiales Feedback? Zu allen Fragen in den Themenbereichen Antidiskriminierung, Chancengerechtigkeit und Vielfalt stehe ich Ihnen gerne Rede und Antwort. Falls Sie Unterstützung oder Ideen für eine gender- und diversitätssensible Gestaltung ihrer Arbeitsmaterialien (z.B. Lehrunterlagen, Seminararbeiten, Stellenausschreibungen, Webseiten, etc.) oder für eine diskriminierungsfreie Gestaltung Ihres Verantwortungsbereichs benötigen, sprechen Sie mich gerne an!

Begriffsbestimmungen

Der Begriff „Diskriminierung“ hat unterschiedliche Auslegungen, die es zu differenzieren gilt.

In seiner weitesten Auslegung als Alltagsbegriff beschreibt Diskriminierung die Empfindung, dass ein als unangemessen wahrgenommenes Verhalten oder Regelwerk ein ungerechtfertigtes Machtverhältnis herstellt oder entsprechende gesellschaftliche Machtverhältnisse reproduziert.

Die engste Auslegung von Diskriminierung ist die Verwendung als Rechtsbegriff. Im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist eine Diskriminierung eine Ungleichbehandlung aufgrund der in § 1 genannten tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmale, welche nicht durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist.

Das AGG unterscheidet zudem zwischen unmittelbaren und mittelbaren Benachteiligungen (vgl. § 3 AGG).

Unmittelbar sind Benachteiligungen, wenn diese direkt an einem geschützten Merkmal bzw. einer geschützten Sozialkategorie ansetzten. Mittelbare Benachteiligungen sind scheinbar merkmalsneutrale Regelwerke oder Verhaltensweisen, die für alle gelten, in der Praxis jedoch bestimmte Gruppen stärker betreffen als andere.

 

 

Antidiskriminierungsarbeit

Antidiskriminierungsarbeit findet auf drei Ebenen statt --individuell, institutionell und gesamt-gesellschaftlich.

Auf der individuellen Ebene stehen Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie Angebote zur Stärkung der eigenen Handlungsmöglichkeiten im Fokus (Empowerment).

Auf der institutionellen Ebene soll Antidiskriminierungsarbeit das Recht auf Teilhabe realisieren, im Rahmen dieser Teilhabe Chancengerechtigkeit herstellen und den Diskriminierungsschutz auch mit präventiven Angeboten sichern.

Gesamt-gesellschaftlich kann eine Antidiskriminierungskultur z.B. in den Bereichen Politik, Recht, Geschichte oder Medien zu bedeutungsvollen Veränderungen führen.

Merle Hoffmann

Antidiskriminierungsbeauftragte

Tel:

+49 3831 45 6780

Raum:

134, Haus 1