Kurzzeitmobilitäten

Erfahrungsbericht

Hanna H., International Management Studies in the Baltic Sea Region, 4. Semester, Université Le Havre Normandie (Frankreich), 15.06.2026 – 19.06.2026

 

Summer School in der Normandie: Sommer, Sonne und Hörsäle?

 

Programmsuche und Bewerbungsprozess 

Ich habe über die Summer School „Ports of the Future“ über meine Professorin, Prof. Murphy, erfahren. Ich habe in meinem zweiten Semester das Modul „Logistics and Supply Chain Management“ bei ihr, welches mein Interesse in dem Bereich geweckt hat. Ich habe dieses Interesse bei ihr auch später geäußert, woraufhin sie mir dann dieses Programm empfohlen hat. 

Ungefähr ein bis zwei Tage später habe ich mich dann auch über das Outgoing Portal der Hochschule beworben. Relativ schnell nach dem Bewerbungsschluss habe ich eine Nachricht bekommen, dass die HOST mich nominiert hat. Einige Zeit danach habe ich dann auch die Zusage von der ULHN bekommen und musste meine Teilnahme über ein Formular bestätigen, in welches ich verschiedene Daten über mich eingetragen habe.

Vorbereitung 

Nach meiner Annahme an der Summer School habe ich von der HOST ein durch die ULHN vorausgefülltes Learning Agreement bekommen, welches ich ausgefüllt wieder zurückschicken musste. Ich habe außerdem eine Grant Agreement für die Mobilitätsteilnahme und ein Erasmus+ Charta bekommen, welches mich über meine Pflichten und Rechte informiert hat. 

Danach musste ich nur noch meine Reise vorbereiten. Glücklicherweise hat die ULHN eine Unterkunft für die Teilnehmenden der Summer School organisiert, sogar ab dem Sonntag vor der Summer School Woche, so dass ich ganz entspannt am Sonntag in Le Havre ankommen konnte. Ich habe mich gegen ein Zuschuss für nachhaltiges Reisen und somit für Flüge entschieden, da ich der Meinung war, dass eine Reise aus Stralsund, bzw. aus Berlin zu lange dauern würde. Im Nachhinein bin ich der Meinung, dass eine Reise mit dem Zug vielleicht sogar entspannter gewesen wäre. Ich habe auf verschiedenen Plattformen nach den besten Flügen gesucht. Am Ende bin ich auf die Fluglinie „Transavia France“ gelandet, mit welcher ich auch sehr zufrieden war.

Sprache 

Das Organisationsteam der Summer School, sowie die anderen Angestellten der ULHN sprechen alle exzellentes Englisch, wodurch man sich problemlos mit ihnen unterhalten konnte. Leider war das für die restlichen Franzosen nicht der Fall. In der Mensa der Uni sprechen die Mitarbeiter so gut wie kein Englisch, was die Kommunikation um Inhaltsstoffe und Allerge um einiges erschwert hat. Auch mein Busfahrer von Le Havre nach Paris hat nur französiche Ansagen gemacht, obwohl ich mit mehreren Teilnehmenden im Bus war, die alle auch kein Französisch konnten. Was mich vor allem überrascht hat, dass die Krankenpfleger*innen und Ärzte in Le Havre konnten wenig bis kein Englisch.

Studium 

Die Vorlesungen in Le Havre haben mir sehr gut gefallen. Das Programm bestand typischerweise aus 3 x 1-Stunde Vorlesung, wobei die verschiedensten Bereiche von Logistik, über Software und Geschichte behandelt wurden. Ich fand vor allem interessant, dass Professor*innen aus den anderen Teilnehmenden Universitäten eingeladen wurden eine Vorlesung zu halten. Das hat die Themen in einen globaleren Kontext getan und verschiedene Perspektiven wurden ausgetauscht. Nach den Vorlesungen haben wir immer einen Ausflug gemacht, wodurch wir das erlangte Theorie-Wissen in der Praxis sehen konnte, wie zum Beispiel der Besuch zum Hafen.

Tipps & Tricks

- Nachmittags/ Abend mit anderen Teilnehmenden treffen und vernetzen 
- Einen Tag länger in Le Havre oder in Paris einplanen und Sightseeing machen 
- Für ÖPNV in Paris: Metrotickets online kaufen (schneller und kostet weniger)

Fazit 

Die Summer School in Le Havre kann ich jedem empfehlen. Klar lag der Fokus auf die Logistik, aber durch die interdisziplinären Vorlesungen hat man in mehreren Aspekten was Neues gelernt. Außerdem konnte man Orte besichtigen, die sonst nicht so einfach zu besichtigen sind. Es war eine unglaublich lehrreiche und interkulturelle Woche, durch welche man mit verschiedensten Leuten Kontakt haben konnte. Es ist außerdem auch ein guter Weg um sich Vorwissen zu seinem zukünftigem Arbeitsbereich anzusammeln.