Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt

Projekt NAHVERSORGT präsentiert zentrale Erkenntnisse der Forschung bei der Abschlussveranstaltung am 23. Juni. Anmeldungen bis 10. Juni.

Expertenbeiratssitzung
16. dggö Jahrestagung 2026, Wuppertal (Gemeinsame Session mit dem Forschungsprojekt EVENTAS)
Runder Tisch Pasewalk

Gesundheitsbezogen, hoch spannend und besonders praxisnah: Das Projekt NAHVERSORGT steht kurz vor seinem Abschluss. Bei einer öffentlichen, kostenfreien, hybriden Abschlussveranstaltung am 23. Juni von 10 bis 15.30 Uhr (Anmeldung bis 10. Juni) im Stralsunder Rathaus werden zentrale Erkenntnisse der Forschung zum Entlassmanagement im ländlichen Raum vorgestellt. 

Die Motivation des Projektes war klar. Die Initiatorin, Prof. Dr. Ivonne Honekamp, ist seit 2019 Professorin im Bereich Management im Gesundheitswesen. Sie beschäftigt sich mit aktuellen Themen des Gesundheitswesens und bezieht Studierende intensiv mit ein – wie auch die seit 2021 stattfindende Gesundheitskonferenz, in der auch studentische Beiträge aus Projekten und Abschlussarbeiten eine Bühne finden, untermauert. 

„In der Forschung ist es mein Anliegen, gemeinsam mit beteiligten Akteuren die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zu verbessern“, sagt die Professorin. Das Entlassmanagement bot sich thematisch an: In der Anschlussversorgung nach Krankenhausaufenthalten gibt es zahlreiche Herausforderungen bei der Organisation wie die Risiken unzureichender Nachsorge: verlängerte Krankenhausaufenthalte, wohnortferne Unterbringung oder unzureichend organisierte Nachversorgung.

Das Projekt NAHVERSORGT startete im Oktober 2023 mit Prof. Dr. Ivonne Honekamp in der Konsortialführung und dem Ziel, praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Nachsorge und sektorenübergreifenden Versorgung zu geben und verschiedene Perspektiven, darunter vor allem die der Patient*innen, Krankenhäuser sowie Reha- und Pflegeeinrichtungen einzubeziehen. Das Team des Projektes NAHVERSORGT, das aus Vertreter*innen der Hochschule Stralsund und der Hochschule Neubrandenburg besteht, hat das Entlassmanagement in Mecklenburg-Vorpommern untersucht mit einem Fokus auf ländliche und strukturschwache Regionen.

„Unsere Forschung zeigt deutlich, wo die Hebel für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung angesetzt werden müssen“, sagt Prof. Dr. Ivonne Honekamp, „wir brauchen standardisierte, digital unterstützte Entlassprozesse, einen gezielten Ausbau der Telemedizin und die feste Verankerung regionaler Gesundheitsnetzwerke“.

Das Projekt NAHVERSORGT liefere dafür die wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisorientierte Basis. „Um diese Meilensteine zu präsentieren und die nächsten Schritte des Transfers einzuleiten, laden wir herzlich zu unserer Abschlussveranstaltung“, so Prof. Honekamp. 

Neben der Vorstellung zentraler Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen werden auch in der Veranstaltung auch vier interaktive Workshops zu aktuellen Gesundheitsthemen (nur in Präsenz) angeboten, Praxisbeispiele innovativer Versorgungskonzepte, unter anderem „Gesunde Gemeinde Ahrenshagen-Daskow“ und Community Health Nurses, gegeben sowie wie Raum für Austausch zu sektorenübergreifender Versorgung und innovativen Nachsorgelösungen.

Das Projekt NAHVERSORGT wurde für drei Jahre mit insgesamt ca. 830.000 Euro vom Innovationsausschuss des Bundes gefördert. 

Das Programm ist hier hinterlegt.

Anmeldung bis zum 10. Juni über die Projektwebsite bzw. direkt hier.