




Erfahrungsbericht
Antonia B., Leisure and Tourism Management, 5/6 Fachsemester, University of Lancashire Zypern, vom 17.09.2025 bis zum 15.05.2026
Auslandsjahr auf Zypern
Zu Beginn habe ich ein paar Hinweise zur Suche der Universität für deinen eigenen Auslandsaufenthalt. Sieh dir die Länder genau an und informiere dich. Gefällt dir die Lage und kannst du dir vorstellen in diese Kultur einzutauchen? Stelle dir bildlich vor wie du vor Ort leben könntest und frage dich ob du dich in diesem Szenario siehst.
Der Bewerbungsprozess für mein Auslandsjahr begann im Oktober des Vorjahres. Ich habe mich über das Erasmus Portal für drei Universitäten beworben und bis Januar gab es Info das ich an die University of Lancashire in Pyla auf Zypern angenommen wurde. Dann begann die Planung für meine Zeit dort. Zur Vorbereitung habe ich mir einen Reiseführer für Zypern zugelegt, damit wollte ich ein Gefühl für die Insel bekommen. Welche Kulturen und Sprachen gibt es dort und was kann ich machen um mich angemessen einzugliedern. Neben den „Vorgaben“ für die allgemeine Region habe ich mich genauer mit der Universität und der Unterkunft auseinandergesetzt um zu wissen was ich aus Deutschland mitbringen muss, um mich wohlzufühlen. Eine Unterkunft für Studenten gab es direkt auf dem Campus. Für diese habe ich mich sofort beworben nachdem ich wusste das ich angenommen wurde. Unterkünfte an Universitäten sind häufig gefragt und schnell weg. Wer in Pyla keine der WGs mehr bekomme hatte, konnte sich eigenständig eine Wohnung in der Umgebung mieten. Die Kultur und Religion spezifisch in Pyla war sehr durchmischt da es sich dabei um die UN Zone zwischen Nord- und Südzypern handelt. Es leben Türken und Zyprioten in einer Gemeinschaft friedlich zusammen, wie sonst nirgends auf der Insel. Deswegen findet man Kirchen sowie Moscheen, man hört Menschen zu verschiedenen Uhrzeiten beten und sie feiern an verschiedenen Tagen die unterschiedlichsten Feiertage. Die Sprachen die man am meisten gehört hat waren Zypriotisch, Türkisch und Englisch. Das Umfeld habe ich persönlich als sehr sicher empfunden. Man musste etwas aufpassen das man nicht zu weit in den Norden läuft und versehentlich nach Nordzypern „einreist“, da die Grenze recht nach lag. Das Studium war vom Anspruch gut zu schaffen und sowohl die Professoren als auch die Kommilitonen haben einen stets unterstützt bei Fragen oder Problemen zu jedem Thema, nicht nur der Universität. Mein Alltag sah meistens so aus: Um 9 Uhr startet der erste Vorlesungsblock des Tages. Danach gab es eine zweite Einheit und anschließend Mittag in der Mensa oder zu Hause. Nachmittags gibt es noch weitere Einheiten, aber die Auslastung variiert je nach deinen Modulen. Man hatte ein Modul maximal zweimal die Woche und deswegen viel Freizeit oder sogar freie Tage unter der Woche. Viele Studierende haben sich anschließend im Café der Universität getroffen. Die Einrichtung hat auch ein eigenes Gym, welches den Studierenden kostenfrei zur Verfügung gestellt wir sowie einen Pool an den Unterkünften. Wer kein eigenes Auto hat ist aus Pyla raus an die Busse gebunden. Die fuhren meist regelmäßig und vom Hauptbahnhof in Larnaka aus konnte man die ganze Insel erkunden. Ein kleiner Tipp für die Busse: Man kann sich mit der Immatrikulationsbescheinigung einen Busausweis ausstellen lassen und diesen mit Geld aufladen. Dadurch kostet jede Fahrt nur 0,90€.
Das Fazit meines Auslandsjahres ist durchweg positiv. Die Menschen die ich getroffen habe waren immer freundlich und es sind wunderbare Freundschaften entstanden. Die Lage zum Meer aber auch zu den Bergen eröffnet einem viele Möglichkeiten seine Freizeit zu genießen. Das einzige was ich rückblickend anders gemacht hätte, wäre über meinen Schatten zu springen und trotz des Linksverkehres mit einem Auto die Insel zu erkunden. Es macht einen viel flexibler und eröffnet mehr Möglichkeiten spannende Dinge zu entdecken. Es war eine wunderbare Zeit an die ich immer zurückdenken werde.