



Erfahrungsbericht
Maja F., Leisure and Tourism Management, 5. Semester, Teneriffa, Spanien, Universidad de La Laguna, Wintersemester 2025/26
Schon als ich angefangen habe an der HOST zu studieren wusste ich, dass ich mein Auslandssemester auf Teneriffa machen möchte. Durch Famiie auf der Insel war ich schon oft dort und wusste, dass es mir gefallen wird, wodurch mir die Entscheidung sehr leicht fiel.
Der Bewerbungsprozess war ziemlich aufregend und es hat auch nicht alles auf anhieb funktioniert. Zum Beispiel kamen wichtige Informationen zur Immatrikulation oder den Kursen erst ziemlich spät (1-2 Wochen vor Beginn). Trotzdem wurde einem bei Fragen sowohl in Stralsund als auch in La Laguna immer weitergeholfen.
Vorbereitung
Die Wohnungssuche auf Teneriffa war für mich sehr einfach. Ich habe mir vorher Tipps von anderen Studenten geholt, welche schon auf Teneriffa studiert haben und habe mein WG Zimmer letzendlich über Idealista gefunden. Es gibt aber auch Whatsapp Gruppen in denen viele Wohnungen und Zimmer angeboten werden. Preislich muss man mit 300-400€ rechnen, wenn man eine gute Lage haben möchte.
Der nächste Schritt war die NIE, eine spanische Steuernummer, welche man sich machen lassen sollte wenn man sich dort länger aufhält. Das war auch der anstrengenste Part an meinem Aufenthalt. Es gibt zwei verschiedene, einmal die NIE blanco die einem quasi garnichts bringt, weswegen man sie auch ziemlich einfach bekommt und die NIE verde mit welcher man auf der gesamten Insel kostenlos Bus und Bahn fahren kann, 75% auf Inlandsflüge und Fähren bekommt und auch günstigere Eintrittpreise für jegliche Aktivitäten. Dafür muss man unfassbar viele Dokumente ausfüllen und von einem Amt zum nächsten rennen und bekommt auch keine Hilfe von der ULL. Im Endeffekt hat es bei mir ungefähr 2 Monate gedauert bis ich alle Vorteile nutzen konnte.
Es gibt einen Welcome Day an dem man über alle Angebote der Uni informiert wird, ansonsten gibt es so gut wie keine Veranstaltungen direkt von der ULL und es wird viel über Erasmuslifetenerife organisiert.
Unialltag
Die Vorlesungen an der ULL sind anstrengend und ganz anders als in Stralsund. Die Kurse sind alle auf Spanisch und auch die Professoren können nur teilweise Englisch. Es gibt eine Anwesenheitspflicht und man muss während des Semesters einige Tests und Hausarbeiten schreiben sowie Vorträge halten, und hat am Ende trotzdem noch eine normale Prüfung. Zusätzlich gibt es auch Exkursionen, welche Pflicht sind zum Bestehen, die gehen aber meistens nur einen halben Tag. Da ich Kurse aus allen Semestern hatte, war mein Stundenplan sehr zerpflückt, mit vielen Pausen in denen es sich aber auch nicht gelohnt hat etwas zu unternehmen, wodurch ich meistens von morgens bis abends in der Uni war, und viel gewartet habe. Da empfehle ich die Kurse etwas besser zu wählen, wenn es möglich ist.
Freizeit
Auf Teneriffa kann man unfassbar viel sehen und erleben. Die Natur ist sehr vielfältig, im Norden ist es sehr grün und im Süden eher nicht. Im Süden befinden sich auch die meisten Touristen, wodurch es dort es dort typische Aktivitäten gibt. Sonst gibt es sehr viele schöne Wandergebiete, Aussichtspunkte, Strände und kleinere Städte wie Garachico oder Icod de los Vinos bei denen sich ein Besuch lohnt. Ein Muss ist auch der Teide und den dazugehörigen Nationalpark, wo man sich fühlt, als wäre man auf dem Mond gelandet. Man kann alles durch das gut ausgebaute Busnetz sehr einfach erreichen. Falls man ein paar Tage frei hat, lohnt es sich auch sehr mit der Fähre oder dem Flugzeug eine andere der Kanarischen Inseln zu besuchen.
Fazit
Ich empfand meine Zeit auf Teneriffa und an der ULL als sehr schön, auch wenn es teilweise sehr stressig und herausfordernd war. Ich habe viel erlebt und neue Leute kennengelernt. Viel gelernt, sowohl über den Tourismus als auch über mich selbst. Für mich hat sich diese Erfahrung auf jeden Fall gelohnt.