Erfahrungsbericht 

Ronja W., Leisure and Tourism Management, Fachsemester 6, HAN University Niederlande Arnhem, Februar bis Juli 2026

 

Studieren in den Niederlanden; ein Realitätscheck

 

Hinweise zur Studiumssuche 

Mein Studiumsplatz habe ich sehr einfach auf der Outgoing Website der Hochschule Stralsund über die Partneruni-Suche gefunden. 

Bewerbungsprozess 

Das Bewerben war mit einem kurzem Motivationsschreiben schnell erledigt und die HAN-University antwortet meist am selben Tag auf jedes Anliegen. Die HAN bietet viele Kurse an, die sich gut mit dem Studiengang Leisure and Tourism Management vereinbaren lassen. Der Fokus der Kurse liegt im Marketing und dem Management.

Vorbereitung 

Mein Umzug in die Niederlande erfolgte im Januar noch während der Prüfungsphase in Stralsund. Zeit für Vorbereitung blieb mir nicht, da nach meiner letzten Prüfung schon die Einführungstage meiner neuen Universität begannen. 

Wohnungssuche & Unterkunft 

Die Unterkunft wird über die Gastuniversität geregelt und ist sehr einfach und klar kommuniziert, leider ist die Miete etwas höher als in Stralsund. Vermietet werden Zimmer in drei Gebäuden der SSH-Agentur. Studenten aus dem Auslandland bekommen einen Platz in einem dieser Gebäude. Es gibt WGs mit gemischten Nationalitäten in verschiedenen Größen (ca. 490-520€) oder geteilte Zimmer (ca. 250€). WLAN und Waschen sind inklusive, aber es gibt keine Parkplätze. 

Kultur 

Die niederländische Kultur unterscheidet sich nicht viel von der deutschen Kultur. Das Gesellschaftliches Miteinander wird allerdings mehr unterstützt. Die Menschen sitzen gerne zusammen und trinken Bier oder ein anderes Getränk. Es gibt einen Bar direkt auf dem Campus und auch die Clubs im Zentrum kosten keinen Eintritt. Highligts während meines Aufenthalts waren Karneval und Kingsday welche groß gefeiert werden und mit Straßen Paraden und vielen Bühnen eher mehrtägigen Festivals ähneln. 

Alltag 

Der Alltag war eher teuer. Die Erasmusförderung (650€) allein reicht gerade so für Miete und Essen, wenn man nicht in einem geteilten Zimmer schläft.  Freizeit und Mobilität habe ich aus erspartem bezahlt. Meine Vorlesungen haben spät gestartet und ich hatte meistens einen bis zwei freie Tage in der Woche. 

Freizeit 

In meiner Freizeit war ich viel mit der Bahn und dem Fahrrad unterwegs. Sportaktivitäten sind gefördert und kosten nicht viel. Die Studentenvereine und Verbindungen veranstalten jede Woche Nachmittagsangebote, um sich kennenzulernen und etwas zusammen zu Unternehmen. 

Sprache 

Eine Sprachbarriere gab es nicht. Englisch kann in den Niederlanden jeder und wer deutsch spricht, findet sich im geschriebenen gut zurecht. 

Umfeld 

Das Umfeld ist international, aufgeschlossen und in den meisten Fällen freundlich. Allerdings gab es während meines Aufenthalts viele Beschwerden über Lärm aus der Nachbarschaft und dem Studentenwohnheim. Auch nachts war es oft Laut auf den Straßen.

Studium 

Im Halbjahr gibt es zwei Study Perioden mit jeweils einer Prüfungsphase. In dem halben Jahr, in dem ich dort war, habe ich zwei Prüfungsphasen gehabt mit jeweils digitalen Klausuren und Präsentationen. Insgesamt wird viel in Gruppen gearbeitet.  

Infrastruktur 

Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, Bus und Bahn fahren pünktlich und regelmäßig. Meine Unterkunft war Zentrumsnah. Es gibt überall Radwege, auf denen man teilweise schneller vorankommt als mit dem Auto oder den Öffies. 

Tipps & Tricks 

Meine empfehlung ist ein Fahrrad mitzunehmen oder zu Mieten. Ohne Fahrrad bist du nicht so flexibel aber kommst zurecht, durch gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Außerdem ist es hilfreich ein Abonnement bei der Bahn abzuschließen, um 40% Discount auf Bahntickets zu bekommen.