Das Projekt „Zukunftsforum klimafreundliche Hochschulen“, das von netzwerk n initiiert worden war, und an dem sich über zweieinhalb Jahre auch die Hochschule Stralsund beteiligt hatte, ist abgeschlossen. Bei einer Abschlussveranstaltung unter Teilnahme von Wencke Wendlandt und Rektor Prof. Dr. Ralph Sonntag gab es neben inhaltlichen Beiträgen und Einblicken aus dem Projekt viel Gelegenheit für Austausch. Noch in vollem Gange sind an den teilnehmenden Hochschulen nämlich die Transformationsprozesse.
„Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren viel erreicht“, sagt Wencke Wendlandt (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Referentin des Rektorats), „aus einer Idee wurde eine Arbeitsgruppe, eine Beteiligung am großartigen Projekt und nun nach zwei Jahren Beteiligungsprozess auch ein Klimaschutzkonzept für die Hochschule, das wir nach einigen Anpassungen resultierend aus der Vorstellung im Senat noch in diesem Jahr finalisieren wollen“. Die Arbeitsgruppe setzte sich aus Mitgliedern aller Statusgruppen zusammen; darunter waren auch fünf Studierende aktiv beteiligt. Jüngst, am 23. April, fand auf Initiative der Hochschule Stralsund an eben dieser ein Vernetzungstreffen der Hochschulen und Universitätsmedizinen aus MV statt. Am 2. Juni folgt ebenfalls an der Hochschule Stralsund ein Workshop für Lehrende zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unter dem Titel: „Lehre mit Wirkung: BNE in der Praxis“.
Treffen der Engagierten und Verantwortlichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit der Hochschulen und Universitätsmedizinen in MV
Zu dem Treffen am 23. April hatte Wencke Wendlandt gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Michalik (Prorektor für Organisation, Ressourcen und Nachhaltigkeit der Universität Greifswald) und Dr. Tiemo Timmermann (Nachhaltigkeitsbeauftragter der Universität Greifswald) an die Hochschule Stralsund eingeladen. „Wir möchten einen landesweiten Austausch beginnen und gemeinsam weiterentwickeln. Hintergrund unserer Initiative ist insbesondere der aktuelle Entwurf des Klimaverträglichkeitsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern. Unser Ziel ist es, unter anderem gemeinsam zu überlegen, wie eine einheitliche, transparente, detaillierte, praktikable und hochschulgerechte Bilanzierung aussehen kann – und wie wir dem Land dazu gegebenenfalls gemeinsame Vorschläge unterbreiten können“, erklärt Wencke Wendlandt.
Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmer*innen zu Themen wie der strukturellen Verankerung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz an Hochschulen, den verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen, bestehenden Strategien und deren Monitoring, möglichen Lern- und Synergiepotenzialen sowie denkbaren gemeinsamen Formaten und Kooperationen an den Hochschulen aus.
Am ersten Treffen nahmen Prof. Dr. Peter Michalik (Prorektor für Organisation, Ressourcen und Nachhaltigkeit Universität Greifswald), Dr. Tiemo Timmermann (Nachhaltigkeitsbeauftragter Universität Greifswald), Dr. Meike Quaas (Kanzlerin HS Wismar), Luise Lukow (Nachhaltigkeitsmanagement Universität Rostock), Doreen Albrecht (Nachhaltigkeitsberichterstattung Universität Rostock), Björn Maaß (Dezernent III-Leitung Technik und Organisation HS Neubrandenburg), Frank Ivemeyer (Kanzler HMT Rostock), Dr.-Ing. Felix Bremerkamp (Leiter Stabstelle Nachhaltigkeitsmanagement Universitätsmedizin Rostock), Julie Hillemann (Werkstudentin Stabstelle Nachhaltigkeitsmanagement Universitätsmedizin Rostock), Anna Karnel (Leiterin Stabstelle Nachhaltigkeit Universitätsmedizin Greifswald) sowie von der Hochschule Stralsund der Rektor, Prof. Dr. Ralph Sonntag, Wencke Wendlandt, Martin Hayduk vom Institut für regenerative EnergieSysteme und Adrian Stahl als Dezernatsleiter für die Liegenschaften teil.
Das nächste Treffen ist noch für Juni an der Universität Rostock geplant. Daran nehmen auch der für die THG-Bilanzierung des Landes zuständige Vertreter aus dem Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt M-V sowie der Referent für Energiemanagement aus dem Finanzministerium M-V teil.
Lehre mit Wirkung: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Praxis
Wie gelingt Lehre, die Studierende nicht nur informiert, sondern auch aktiviert und die Motivation durch Selbstwirksamkeit stärkt? Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bietet dafür einen entsprechenden Ansatz. Sie verbindet fachliche Inhalte mit realen gesellschaftlichen Herausforderungen und ermöglicht Studierenden, ihre eigene Handlungs- und Gestaltungskompetenz zu erleben.
„In diesem Workshop erhalten Lehrende zunächst eine kurze wissenschaftlich-theoretische Einführung zu zentralen Prinzipien und Potenzialen von BNE“, erklärt Wencke Wendlandt. Anschließend arbeiten sie interaktiv daran, wie sich diese Ansätze in ihre eigenen Lehrveranstaltungen übertragen lassen.
Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Zukunftsforum klimafreundliche Hochschulen“ statt und wird von Lee Heinlein und Andra Krogmann vom netzwerk n e.V. geleitet. Das Team bringt langjährige Erfahrung in der Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Hochschullandschaft mit.
Anmeldungen bitte an: nachhaltigkeit@hochschule-stralsund.de Der Raum wird entsprechend der Teilnehmendenzahl reserviert und rechtzeitig vor dem Workshop bekannt gegeben.
netzwerk n
… ist ein bundesweit aktiver, studentisch geprägter Verein, der zahlreiche Hochschulen, Initiativen und Green Offices in nachhaltigen Transformationsprozessen unterstützt hat und für sein Engagement bereits mit dem Nationalen BNE-Preis ausgezeichnet wurde.
