Was bedeutet die Hochschule für die Wirtschaft

Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer tagt an der Hochschule Stralsund um wechselseitige Effekte von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region auszuloten

Rund 400 Unternehmenskontakte und/oder sogar Partnerschaften zählt die Hochschule Stralsund. Praxisnähe in der Lehre für den bestmöglichen Einstieg der heutigen Studierenden in den Arbeitsmarkt ist ebenso ein Fokus wie die Praxisnähe in der Forschung um den höchstmöglichen Anwendungsbezug zu ermöglichen. Dieser Maxime trägt auch ein Termin am 2. Februar an der Hochschule Stralsund Rechnung. Dann tagt der Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer an der Hochschule Stralsund. 

Den Ausschuss der IHK gibt es seit nunmehr zehn Jahren für Vorpommern- Rügen. Er tagt zu regionalen wirtschaftlichen Themen. Ihm gehören eine Reihe von namhaften Unternehmer*innen an und die möchten sich informieren: Im Mittelpunkt der Sitzung sollen die Fragen stehen, was die Hochschule Stralsund für die regionale Wirtschaft tut beziehungsweise tun kann und was die regionale Wirtschaft für die HOST tun kann. 

„70 Prozent der Studierenden werden bei der Arbeitgeberwahl durch Praxispartner während des Studiums beeinflusst“, zitiert Prof. Dr. Ralph Sonntag, Rektor der Hochschule, eine Untersuchung des Stifterverbandes, „das bedeutet unserer Erfahrung nach auch, wenn diesen Studierenden lukrative Arbeitsgeber in der Region vertraut sind, bleiben sie auch gern in der Region. Als Landeseinrichtung ist uns daran gelegen, die Fachkräftesicherung vor Ort zu unterstützen und somit vermitteln wir zum Beispiel sehr gern Praxispartner für Projekte, Praktika, Praxissemester oder die Abschlussarbeit vor Ort“. Zudem bietet die Hochschule die Möglichkeit eines kooperativen Studiums an, bei dem Praxis- und Studienphasen individuell gestaltet ineinandergreifen – ein Instrument eines dualen Studienwegs und der Qualifikation geschätzter Mitarbeitender. Und das sind nur einige Aspekte. „Hochschulen für angewandte Wissenschaften wirken direkt für die regionale Wirtschaft. Jeder Steuereuro in Hochschulen führt zu einem Wertschöpfungsgewinn in der Region um den Faktor bis zu 2,6 (Studie HS Niederrhein 2023) oder mit anderen Worten Hochschulen sind Katalysator für Wirtschaftswachstum.“

In einem zweiten Part der Ausschusssitzung soll es gezielt um das Engagement der Hochschule Stralsund hinsichtlich der Erneuerbaren Energien, genauer zum Thema Wasserstoff, gehen. 

Die Hochschule hat mit dem IRES (Institut für Regenerative Energie Systeme) ein 2009 gegründetes In-Institut, das das Engagement in angewandter Forschung und praxisnaher Lehre zur Nutzung erneuerbarer Energien und der Wasserstofftechnologie bündelt und interdisziplinär in Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung sowie im Technologietransfer zu modernen Energiesystemen tätig ist. So brachte es beispielsweise die Region Rügen-Stralsund im bundesgeförderten HyStarter-Projekt nach vorn, gestaltet Konferenzen (mit) und unterstützt Studierende im ThaiGer-H2-Racing-Team, die mit selbst gebauten Wasserstofffahrzeugen im Rahmen des Shell Eco-MarathonEuropameistertitel holen. Die Expertise vor Ort ist hoch und das Institut europaweit dazu sehr gut und sogar weltweit vernetzt. Jährlich findet ein fachliches Intensivprogramm für internationale Studierende statt – für das die Hochschule regelmäßig Gastdozierende aus Norwegen, den Niederlanden oder auch Brasilien akquirieren kann.