Projekt „QLeVer“ fördert die Hochschullehre

Dr. Agnieszka Ciężka engagiert sich für die Hochschule im Verbund mit den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern für die didaktische Weiterentwicklung und die Vernetzung von Lehrenden in MV

Wie kann Hochschullehre in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam weiterentwickelt werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Verbundprojekt QLeVer – Qualifizierung für Lehrende und Tutor*innen. Seit 2026 ist auch die Hochschule Stralsund Teil des hochschulübergreifenden Projekts, das die Qualität der Lehre an den Hochschulen des Landes stärken und den Austausch zwischen Lehrenden fördern soll.

QLeVer ist ein Verbundprojekt 

… der Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern und wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) bis 2031 gefördert, den lead hat die Universität Greifswald. Die Hochschulen entwickeln individuelle Angebote, die über das gemeinsame Projekt verbunden werden.

Im Mittelpunkt steht die Frage „Wie können Lehrende und Tutor*innen bei ihrer Arbeit unterstützt werden und welche Möglichkeiten für eine zeitgemäße Hochschullehre können geschaffen werden?“ QLeVer setzt auf Qualifizierung auf Basis gemeinsamer Standards, kollegialen Austausch und Peer-Formate. Praxis, Reflexion und Forschung sollen dabei miteinander verbunden werden.

Das Engagement der Hochschule

Die Hochschule Stralsund hat sich aktiv in die Initiative eingebracht. „Über das Projekt sollen die unterschiedlichen Angebote auf eine gemeinsame Basis gestellt werden. Zudem sollen Zertifikate für Weiterbildungen dann M-V-weit gelten“, erklärt Prof. Dr. Michael Koch, Prorektor für Studium und Lehre, bei dem das Projekt angesiedelt ist. 

An den einzelnen Standorten gibt es eigene Schwerpunkte und Angebote. Die Koordination vor Ort übernehmen lokale Koordinator*innen. An der HOST hat Dr. Agnieszka Ciężka im April 2026 die Arbeit als Projektmitarbeiterin und Standortkoordinatorin aufgenommen und ist Ansprechpartnerin für QLeVer am Standort Stralsund.

Die Koordinatorin der HOST

„Ich möchte Räume schaffen, die Lehrideen und Erfahrungen sichtbar machen und weitertragen, damit wir in der Lehre so selbstverständlich voneinander lernen wie in der Forschung“, sagt Dr. Agnieszka Ciężka.

Die Frage, wie Lernen funktioniert und wie gute Lehre gelingen kann, begleitet sie seit vielen Jahren. Bereits in ihrer Promotion zum bilingualen Schriftspracherwerb beschäftigte sie sich mit sprachlichen Lernprozessen. Im Projekt „Blended Learning Curriculum für internationale Studierende“ im Rahmen des Verbundprojekts „Digitaler Campus Rostock – DiCaRo“ sowie im von ihr selbst eingeworbenen Projekt „Interaktive Lernmodule und generative KI-gestützte Anwendungen zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation – ArPaK“ rückten zunehmend die Gestaltung und Erforschung innovativer Lehr-Lern-Formate in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Heute widmet sie sich insbesondere der Hochschuldidaktik, der Professionalisierung von Hochschullehrenden und der Förderung einer lebendigen Lehr- und Lernkultur. Dabei verbindet sie ihre Erfahrungen mit digitalen und KI-gestützten Lehrformaten mit einem besonderen Interesse an der Vernetzung und am kollegialen Austausch. Ihr Anliegen ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse und kreative Ideen in die hochschuldidaktische Praxis zu überführen und die Weiterentwicklung der Hochschullehre aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Hochschule Stralsund 

… liegt im Bereich Didaktik-Hub. Im Rahmen von QLeVer sollen regelmäßig hochschuldidaktische Angebote sowohl in Präsenz als auch online zur Verfügung gestellt werden. Damit soll nicht nur die didaktische Weiterentwicklung unterstützt, sondern auch die Vernetzung von Lehrenden innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns gestärkt werden.

Ein erster Ansatz für entsprechende Angebote an der HOST war schon der „Nachmittag für Lehren und Lernen“ im Januar 2026, seitdem folgten separate Projektvorstellungen von Dr. Ciezka. Mit QLeVer soll dieser Gedanke nun in einen größeren, hochschulübergreifenden Zusammenhang eingebettet und durch regelmäßige Angebote weitergeführt werden.

Auch Tutor*innen stehen im Mittelpunkt

QLeVer richtet sich nicht ausschließlich an Lehrende. Ein fester Bestandteil des Projekts ist auch die Ausbildung von Tutor*innen. Sie sollen durch entsprechende Qualifizierungsangebote bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden und bessere Voraussetzungen für den Einstieg in die Durchführung von Tutorien erhalten.

Für die Studierenden ist das Projekt vor allem deshalb relevant, weil die Weiterentwicklung der Kompetenzen von Lehrenden und Tutorinnen unmittelbar auf die Gestaltung der Lehre wirkt. Wie Prof. Dr. Michael Koch, erklärt, soll QLeVer dazu beitragen, „Lehrenden und Tutor*innen neue didaktische Möglichkeiten aufzuzeigen und so die Lehre an den Hochschulen zu verbessern“. Davon sollen letztlich auch die Studierenden profitieren.

Vernetzung über den eigenen Standort hinaus

Ein wesentlicher Gedanke von QLeVer ist der Austausch über die Grenzen der einzelnen Hochschulen hinweg. Erfahrungen und Ansätze aus der Lehre sollen nicht nur am jeweiligen Standort bleiben, sondern im Verbund geteilt, diskutiert und weiterentwickelt werden.

Ein wichtiger nächster Schritt ist deshalb das QLeVer Campus Festival, das am 3. Dezember 2026 an der Universität Greifswald stattfindet. Unter dem Motto „QLeVer Campus 2026 – Gemeinsam gute Lehre gestalten“ sollen Lehrende, Tutor*innen und Studierende aus Mecklenburg-Vorpommern zusammenkommen, Erfahrungen austauschen und neue Ideen für Studium und Lehre entwickeln.

Es gibt noch freie Plätze für das Festival – Workshops, Resonanzräume oder auch den Campus-Rummel. Um Anmeldung wird gebeten. 

Mehr dazu: https://www.hs-nb.de/qlever/qlever-campus-festival/

(https://www.hs-nb.de/qlever/qlever-campus-festival/anmeldeformular/)