Hochschule Stralsund eröffnet neue Bibliothek

Auf 1.800 m² sind insgesamt 179 Arbeitsplätze für unterschiedliche Lern-, Lese- und Arbeitsformen entstanden, wie ein 24-Stunden-Bereich, Separees und Walkolutions. Ministerin Martin würdigt Bibliothek und Profil der Hochschule.

 

Strahlender Sonnenschein, zahlreiche Gäste aus Politik, Ministerium, Gesellschaft, anderer Hochschulen und Universitäten des Landes, wie etwa aus Neubrandenburg, Greifswald, Rostock und Wismar, und natürlich der Studierendenschaft, würdigende Worte und anerkennende Blicke – die Eröffnung der neuen Hochschulbibliothek am 1. Juni war ein voller Erfolg. „Es ist einfach wunderbar“, war der zentrale O-Ton von Andrea Glöckner, Leiterin der Hochschulbibliothek, die zu den gefragtesten Gesprächspartnern des Nachmittags zählten – wortreich und prägnant hatte sie in den letzten Wochen Fragen zur neuen Bibliothek beantwortet und auch zur Eröffnung durch das Haus geführt – dieses pointierte Urteil blieb. Sie zeigte sich begeistert von einer grandiosen, nachhaltigen Gestaltung und vor allem von den neuen Möglichkeiten individueller Lern- und Arbeitsanforderungen der Nutzer*innen, in erster Linie der Studierenden. Die können auf den neuen 1800 Quadratmetern an 179 Arbeitsplätzen lesen und lernen – in offenen Gruppenarbeitsplätzen, an Walkolutions (zum Gehen beim Lesen) oder in gläsernen Separees. 

Das Staatliche Amt für Bau- und Liegenschaften Greifswald hatte zwischen November 2023 und April 2026 für den offiziellen Bauherren, das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Bau übernommen. Kostenpunkt für den Erweiterungsneubau: 5,3 Millionen Euro. 93 Prozent der beteiligten Firmen stammen aus M-V, dazu zählen auch die Architekten vor allem Sandra Hütter, Wolfgang Warnkross und Hagen Becker, auf die die küstenwaldähnliche, helle, freundliche und vor allem nachhaltige Gestaltung der Innenräume zurückgeht. 

In ihrem Grußwort würdigte Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, dass sich die Hochschule ein unverwechselbares Profil geschaffen habe – mit ihren drei Fakultäten, dem sehr guten Anteil internationaler Studierender und der Qualität der neuen Bibliothek. Diese würde sehr sicher dem Anspruch eines dritten Ortes gerecht werden (Orte, die als soziale und kulturelle Zentren fungieren, in denen Gemeinschaft und Wissensaustausch gefördert werden). Der Rektor, Prof. Dr. Ralph Sonntag, zeigte sich vor allem dankbar – für die politische Entscheidung für unsere neue Bibliothek, die als Ort der Bildung allen offen stehe, den Gewerken, den Architekten und dem Staatlichen Amt für Bau und Liegenschaften. Abgerundet wurde das offizielle Programm durch ein Podiumsgespräch. Der Prorektor für Forschung und Entwicklung der Hochschule Stralsund, Prof. Dr.-Ing. Jens Ladisch, und die Co-Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses, Greta-Estelle Kösterke, sprachen mit dem Amtsleiter des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes  Greifswald, Stephan Aufdermauer, dem Dezernenten Zentrale Dienste und Liegenschaften HOST, Adrian Stahl, der Leiterin der Hochschulbibliothek HOST, Andrea Glöckner, sowie als studentischer Vertreterin, der zweiten Co-Vorsitzenden des AStA, Diana Galieva. Ihr Urteil als Vertreterin der Nutzer*innen der ersten Reihe: „Die Bibliothek wirkt viel einladender, licht durchflutet und einfach viel schöner“ als die vorherige. Das Gebäude Haus 2, der Bestandsbau, in dem die alte Bibliothek verortet war, war 1935/36 als Kasernengebäude errichtet worden. Der Campus war zuvor Standort der Offiziershochschule der Volksmarine und später der Marineschule Stralsund. Mit der Gründung der Hochschule Stralsund 1991 war das Gelände schrittweise modernisiert und erweitert worden. Seit 1996 wurde Haus 2 als Hochschulbibliothek genutzt.