Hochschule Stralsund beteiligt sich an Weltraum-Mission

Die HOST unterstützt mit ihrer Forschung des Labors für Additive Fertigung und im Team mit der Unimedizin Greifswald ein Projekt auf der Raumstation HAVEN-1.

Die Hochschule Stralsund ist Teil eines außergewöhnlichen Forschungsprojekts, das 2027 auf der ersten kommerziell betriebenen Raumstation HAVEN-1 durchgeführt werden soll – OSTEOGRAV-LEO. Unter der Leitung des Projektkoordinators Dr.-Ing. Frank Schulze der Universitätsmedizin Greifswald untersucht das Projektteam, wie sich Schwerelosigkeit auf die Knochenbildung und die Kommunikation von Knochenzellen auswirkt.

Im Mittelpunkt der Forschung steht die Frage, warum Astronaut*innen während längerer Aufenthalte im All trotz intensiver Trainingsprogramme Knochenmasse verlieren. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten nicht nur für die Raumfahrt, sondern auch für die Behandlung von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen auf der Erde von Bedeutung sein.

Die Hochschule Stralsund bringt ihre ingenieurwissenschaftliche Expertise über das Labor für Additive Fertigung und digitale Produktentwicklung in das Projekt ein. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Sven Klimaschewski aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Mark Vehse unterstützt das interdisziplinäre Forschungsvorhaben bei technischen Fragestellungen und der Entwicklung der Versuchsaufbauten.

„Dass ich mal in so einem Projekt lande, hätte ich nicht gedacht“, sagt Sven Klimaschewski, „aber es fügt sich: Ingenieurwissenschaftliches Know-how wird im Gesundheitssektor immer relevanter. Wir engagieren uns bewusst und sehr gern in interdisziplinären Projekten – arbeiten an individuellen Orthesen, unterstützen Untersuchungen. Dieses Projekt krönt die bisherige Arbeit für mich, wir können damit einen wertvollen Beitrag leisten und zugleich für das Thema Maschinenbau im Gesundheitssektor sensibilisieren.”

Das Forschungsvorhaben wurde in einem zweistufigen Auswahlverfahren von der European Space Agency (ESA) und der YURI GmbH ausgewählt. Insgesamt setzte sich das Team gegen zahlreiche Mitbewerber durch und gehört damit zu den ersten Forschungsteams, die Experimente auf der Raumstation HAVEN-1 durchführen werden.

Die Mission soll im Jahr 2027 starten und stellt einen wichtigen Schritt für die regionale Forschungslandschaft dar. Durch die Zusammenarbeit von Medizin, Ingenieurwissenschaften und Raumfahrttechnologie entstehen neue Perspektiven für innovative Forschung mit internationaler Strahlkraft.

Bildunterschrift: © YURI GmbH

Beschreibung: Das Forschungsteam von der Unimedizin Greifswald und der Hochschule Stralsund sowie der Firma YURI GmbH und den Projektpartnern der Technischen Universität Dresden, die ebenfalls eine Versuchsreihe auf der HAVEN-1 durchführen.

Erste Reihe von links nach rechts: 

  • Maria Birlem (Co-Founder & Co-CEO, YURI),
  • Katharina Block (Scientific Coordinator, YURI),
  • Dr.-Ing. Frank Schulze – Projektleiter und Initiator des Projekts (Unimedizin Greifswald)
  • Christian Bruderrek (Co-Founder & COO, YURI)
  • Smit Patel (Space Biotech AIT Engineer, YURI),
  • Dr. Max von Witzleben (TU Dresden),
  • Johannes Windisch (Coordinator COMETS & PhD Student, TU Dresden),
  • Gabriel Lechat (AIT Intern, YURI)
  • Sven Klimaschewski (Hochschule Stralsund)

Zweite Reihe von links nach rechts: 

  • Smit Patel (Space Biotech AIT Engineer, YURI),
  • Dr. Max von Witzleben (TU Dresden),
  • Johannes Windisch (Coordinator COMETS & PhD Student, TU Dresden),
  • Gabriel Lechat (AIT Intern, YURI)
  • Sven Klimaschewski (Hochschule Stralsund)