Hochschule Stralsund unterschreibt Dubrovnik Declaration

Stellungnahme der EUNICoast-Hochschulen zu den zentralen Grundwerten von Universitäten und Ausbildung eines gemeinsamen Verständnisses dessen, wofür EUNICoast steht

Der Rektorenrat aus den dreizehn Universitäten der Hochschulallianz EUNICoast, zu der die Hochschule Stralsund gehört, hat die so genannte Dubrovnik Declaration unterschrieben.  Diese „Erklärung von Dubrovnik“ bekräftigt zentrale Grundwerte von Universitäten und demokratischen Gesellschaften. Sie hebt Universitäten als Orte kritischer Auseinandersetzung, intellektueller Unabhängigkeit und respektvollen Dialogs hervor und betont Prinzipien wie Vernunft, Menschenwürde, Gedankenfreiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Postulat gegen Gewalt und für die Freiheit

Darin heißt es: „Wir geben diese Erklärung in der Überzeugung ab, dass Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist, sondern das Vorhandensein von Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Respekt. Dies sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Universitäten ihren Auftrag erfüllen können. Wir lehnen daher die Normalisierung von Gewalt, die Missachtung der Wahrheit und die Aushöhlung der Demokratie ab, die das friedliche Zusammenleben untergraben. Gleichzeitig bekräftigen wir unser Engagement für die Verteidigung der Bedingungen, die das akademische Leben ermöglichen und sinnvoll machen: Gedanken- und Meinungsfreiheit, institutionelle Autonomie, Achtung der Grundrechte und Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit.“

Einordnung des EUNICoast Generalsekretärs Marcos Nadal

„Die Erklärung ist ein klares und gemeinsames Bekenntnis zu den Werten, die EUNICoast ausmachen und unsere Arbeit als Allianz leiten“, so der EUNICoast Secretary General Marcos Nadal. Ihre Sichtbarkeit auf institutioneller Ebene sei elementar, um ein gemeinsames Verständnis dafür zu stärken, wofür wir stehen und wie wir uns innerhalb der breiteren europäischen Hochschullandschaft positionieren.

Angesichts globaler Herausforderungen positioniert sich die Dubrovnik Declaration gegen Gewalt und Bedrohungen der Demokratie und unterstreicht die Bedeutung von Gerechtigkeit, Freiheit und Rechten für den Frieden. Zudem bekräftigt EUNICoast sein Engagement, diese Werte in Bildung, Forschung und Gesellschaft zu stärken.

Statement des Rektors der Hochschule Stralsund

„Die Zukunft der Lehre liegt in der Vernetzung – über Grenzen, Fachrichtungen und Perspektiven hinweg“, kommentiert der Rektor der Hochschule Stralsund, Prof. Dr. Ralph Sonntag die Declaration aber auch gemeinsame Ziele darüber hinaus, „wenn wir Studierende, Lehrende und Hochschulen in Europa näher zusammenbringen, kann Lernen zu einem dauerhaften Erfolg werden. Lernen ist das Ziel. Studierende sind gleichberechtigte Partner. EUNICOAST eröffnet genau diese Möglichkeiten und schafft neue Wege des gemeinsamen Lernens in Europa.“

Die Unterzeichner*innen der Dubrovnik Declaration

Prof. Michel Georoy – Université des Antilles

Prof. Susana Mira Leal – Universidade dos Açores

Prof. Matias Waller – Högskolan på Åland

Prof. Jaume Carot – Universitat de les Illes Balears

Prof. Milen Baltov – Burgaski Svoboden Universitet

Prof. Nebojša Stojčić – Sveučilište u Dubrovniku

Prof. Rado Bohinc – Evro-Sredozemska Univerza

Prof. Martin Zachariasen – Fródskaparsetur Føroya

Prof. Pedro Lages dos Santos – Université Le Havre Normandie

Prof. Christos I. Bouras – Panepistimio Patron

Prof. Gavino Mariotti – Università degli Studi di Sassari

Prof. Ralph Sonntag – Hochschule Stralsund

Prof. Arkadiusz Terman – Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie

 

Die Declaration des Rektorenrates ist am 12. März unterschrieben worden, als die Hochschule Stralsund seit dem 8. März an der EUNICoast General Assembly an der University of Dubrovnik teilgenommen hatte. Die Delegation umfasste Rektor Prof. Dr. Ralph Sonntag, die Professor*innen Prof. Dr. Wener Gronau, Prof. Dr. Normen Fuchs, Prof. Dr. Caroline Bönisch und Prof. Dr. Johannes Gulden, die Mitarbeiterinnen des International Office Magdalene Weber, Carmen Opolski und Leiterin Caroline Neumann sowie zwei Studierende, die sich im Student Council engagieren möchten.