Die Jury hat entschieden: Fünf unserer Studentinnen werden nun als Stipendiatinnen im Programm der Bundesregierung EXIST-Women gefördert. Die Jury-Sitzung für den regionalen Durchlauf fand am heutigen Nachmittag an der Hochschule Stralsund statt.
Im Programm EXIST-Women finden gründungsinteressierte Frauen der Hochschule Stralsund die Voraussetzungen, um eine unternehmerische Karriere zu starten und die Entwicklung der eigenen Geschäftsidee voranzutreiben. Bei EXIST-Women soll für innovative Geschäftsmodelle sensibilisiert und wichtiges Gründungswissen vermittelt werden.
„Der Clou ist ein dreimonatiges Stipendium innerhalb der Qualifizierungsphase“, sagt Doreen Mlodzik, die programmkoordinatorin für EXIST-Women an der Hochschule, „das gibt Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Idee abseits von finanziellen Zwängen in Ruhe zu erarbeiten und die erste Etappe zur Gründung vorzubereiten“.
- Janne Markowski studiert Leisure and Tourism Management (LTM) an der Hochschule Stralsund. Sie möchte eine digitale Plattform für regionale Lebensmittel entwickeln, die Produzent*innen direkt mit Kund*innen verbindet und eine transparente Alternative zum Supermarkt schafft. Die Idee zielt darauf ab, überschüssige oder nicht normgerechte, aber qualitativ einwandfreie Produkte besser zu vermarkten und gleichzeitig Verbraucher*innen Zugang zu frischen, regionalen Lebensmitteln zu ermöglichen.
- Saskia Lemke ist Studentin der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Stralsund.
Sie plant die Weiterentwicklung ihres Produktes „Multiplate“, welches im Eventbereich eingesetzt werden kann. Die Idee adressiert typische Probleme bei Veranstaltungen und soll gleichzeitig Veranstalter durch weniger Müll und effizientere Abläufe entlasten. Langfristig soll ein anpassbares, nachhaltiges Produkt entstehen, das sowohl für Endkund*innen als auch für Veranstalter skalierbar eingesetzt werden kann. - Ana Maria Gomez Quitral studiert Softwareentwicklung und Medieninformatik an der Hochschule Stralsund. Sie möchte ein KI-gestütztes Audiosystem entwickeln, das akustische Umgebungen analysiert und personalisierte Klanganpassungen ermöglicht, um die Hörwahrnehmung von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zu verbessern. Die Idee zielt darauf ab, den aufwendigen Anpassungsprozess herkömmlicher Hörgeräte deutlich zu verkürzen und individueller zu gestalten. Somit kann die Lebensqualität der Nutzer*innen nachhaltig verbessert werden.
- Reemapreethi Gaddiparthi studiert Renewable Energy a d E-Mobility an der Hochschule Stralsund. Im Rahmen des Stipendiums plant sie die Entwicklung von „Zen G“, einer KI-gestützten Smartwatch, die Gesundheits- und Sicherheitsdaten in Echtzeit analysiert und Nutzer*innen aktiv unterstützt. Das System soll akustische und sensorische Daten nutzen, um u. a. Hydration, Atemwegssymptome und individuelle Körperreaktionen automatisch zu erkennen und frühzeitig Hinweise zu geben.
- Ariana Kringel studiert Leisure and Tourism Management an der Hochschule Stralsund. Sie plant nachhaltige Haustierprodukte aus angespültem Seegras zu entwickeln, darunter Hundekissen, Tierbetten und Spielzeug. Die Idee greift ein ökologisches Problem auf, indem Seegras als nachwachsender Rohstoff sinnvoll genutzt und zu langlebigen, tierfreundlichen Produkten verarbeitet wird. Langfristig soll ein kreislauffähiges Geschäftsmodell entstehen, das Umweltentlastung mit Tierwohl verbindet und eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Produkten bietet.
Das Projekt „EXIST-WOMEN: Female Founders Stralsund“ wird im Rahmen des EXIST-Programms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

