Steile These: Die Themen mit dem größten Konfliktpotential sind auch die, die uns am weitesten voranbringen können. In diese Kerbe schlägt die Aktion „Debattenbox on Tour“ vom Hallenser Verein science2public, die die Menschen direkt auf der Straße abholt und zu landespolitisch relevanten in den Austausch kommen lässt. Wissenschaftlich moderiert, kann daraus Erkenntnisgewinn und im Idealfall eine ehrliche Wahlentscheidung und damit auch ein authentisches Meinungsbild entstehen.
Und weil das eben ein erstrebenswertes Ziel ist, beteiligt sich die Hochschule Stralsund. Am 27. August geht unser Kollege, Martin Späth, kommunikationsstarker Energie-Experte und Projektmitarbeiter am Institut für regenerative EnergieSysteme mit Bürger*innen auf dem Alten Markt in Stralsund in den Diskurs.
Ist die Energiewende in Deutschland aktuell auf dem richtigen Weg?
Ist Versorgungssicherheit wichtiger als das Erreichen von Klimazielen?
Soll Deutschland wieder auf Kernenergie setzen?
Ja? Nein? Kein Vielleicht – und buzzern!
Das Prinzip der Debattenbox ist spielerisch einfach: Zwei Personen beantworten per Buzzer kontroverse Ja-oder-Nein-Fragen. Stimmen sie überein, geht es weiter. Sind sie unterschiedlicher Meinung, beginnt der 60-Sekunden-Debattenmodus. Um zur nächsten Frage zu kommen, müssen die beiden Spielenden einen gemeinsamen Nenner finden.
So schafft die Debattenbox Gesprächsanlässe in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Polarisierung und fehlender Akzeptanz geprägt sind. Sie bringt Menschen über das Spiel zusammen, die sonst vielleicht nie miteinander ins Gespräch kämen.
Länderübergreifende Initiative im Vorfeld der Landtagswahlen in MV
An der Aktion „Debattenbox auf Tour“ (von Sachsen-Anhalt nach Mecklenburg-Vorpommern) beteiligt sich nicht nur die Hochschule Stralsund. Die Universität Greifswald, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Wismar laden gemeinsam mit dem Hallenser Verein science2public über vier Termine vom 22. bis 27. August und mit insgesamt sechs Wissenschaftler*innen zum kontroversen Austausch über die Zukunft des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommerns ein. Dabei wird auch um Fragen zur besseren Gesundheitsversorgung oder auch aktuelle Forschungsaspekte aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und Gestaltung gehen.
Wissenschaft trifft Alltag
Dabei trifft die Bevölkerung auf Forschende: Wissenschaftler*innen der drei Hochschulen sind in Greifswald, Wismar, Pasewalk und Stralsund vor Ort, um mit den Bürger*innen in den Austausch zu gehen. Sie ordnen aktuelle Fragen aus ihrem Forschungsgebiet ein und kommen mit den Menschen über Themen ins Gespräch, die die Region bewegen. Ein Motto: Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander reden – gerade dann, wenn sie nicht einer Meinung sind.
Die Termine der „Debattenbox auf Tour“:
- 22. August 2026, 11 bis 14 Uhr
Universität Greifswald – Greifswald Elisenpark
Mit Steffen Fleßa
- 23. August 2026, 10 bis 15 Uhr
Hochschule Wismar – Schwedenfest Wismar, Runde Grube
Mit Maxi Berger, Annette Ochs und Marianne Schmolke
- 25. August 2026, 9:30 bis 12 Uhr
Universität Greifswald – Markt Pasewalk
Mit Sabine Schlacke und unter Teilnahme von Wissenschaftsministerin Bettina Martin
- 27. August 2026, 14 bis 18 Uhr
Hochschule Stralsund – Alter Markt Stralsund
Mit Martin Späth
Zur Veranstaltungsreihe
Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der Universität Greifswald, der Hochschule Stralsund und der Hochschule Wismar in Zusammenarbeit mit dem Hallenser Verein science2public.
Science2public wurde 2007 als gemeinnütziger Verein gegründet und ist seither im Bereich der Wissenschaftskommunikation tätig. Ziel des Vereins ist es, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenzubringen, um gemeinsam Perspektiven für die Gestaltung der Zukunft zu entwickeln und den Herausforderungen des Wandels zu begegnen.
Die Debattenbox wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des STARK-Förderprogramms gefördert.
Über die Expert*innen
- Prof. Dr. Steffen Fleßa ist Professor für Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald.
- Prof. Dr. Maxi Berger ist Professorin für Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Annette Ochs ist Professorin für Bauingenieurwesens und Prof. Dr. Marianne Schmolke ist Professorin für Wirtschaftsinformatik. Sie lehren an der Hochschule Wismar.
- Prof. Dr. Sabine Schlacke ist Professorin für Öffentliches Recht, mit Schwerpunkten im Verwaltungs- und Umweltrecht.
- Martin Späth ist Projektmitarbeiter am Institut für Regenerative EnergieSysteme (IRES) der Hochschule Stralsund.
FÖRDERUNG: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages










