Fünf Tage intensiver Austausch, internationale Teamarbeit und viele neue Perspektiven: Vom 18. bis 22. Mai hat an der Hochschule Stralsund das EUNICoast Short-term Programm zum Thema „Agile Project Management in Coastal Communities“ stattgefunden. 22 Studierende aus fünf Ländern sowie sechs Lehrende von vier Partnerhochschulen haben teilgenommen. Prof. Dr. Gero Wedemann von der Hochschule Stralsund leitete das Blended Intensive Programme (BIP) und unterrichtete gemeinsam mit den internationalen Lehrenden auch selbst.
„Das Besondere an diesem Format ist, dass fachliches Lernen und internationale Zusammenarbeit unmittelbar zusammenkommen“, erklärt Prof. Dr. Gero Wedemann, „Blended Intensive Programme sind für uns ein wichtiges Format, um die Zusammenarbeit innerhalb der EUNICoast-Allianz mit Leben zu füllen. Mich hat besonders gefreut zu sehen, wie schnell aus einzelnen Studierenden aus vielen Ländern und Hochschulen eine funktionierende Gruppe geworden ist – genau darin liegt die Stärke solcher Programme: Sie verbinden fachliche Tiefe mit interkultureller Zusammenarbeit und schaffen Impulse, die weit über die eigentliche Veranstaltungswoche hinausreichen“.
Pro Hochschule aus der EUNICoast-Allianz konnten drei Studierende für die Teilnahme nominiert werden. Der Kurs richtete sich an Studierender der Informatik oder verwandter Fachrichtungen, die ideal bereits im Master studieren. Für die Teilnahme werden nebst der Erfahrung 3 ECTS vollständig anerkannt.
Der Präsenz-Veranstaltung war ein Online-Termin vorausgegangen, konzipiert, damit sich die Teilnehmenden vorab kennenlernen und vorbereiten können. Sie wurden in Gruppen eingeteilt und mit ersten Aufgaben ausgestattet. So führten die Teilnehmer*innen schon im Vorfeld der Reise jeweils mindestens fünf Interviews mit Unternehmen oder anderen Organisationen. Im Mittelpunkt standen Fragen dazu, inwiefern dort bereits agil gearbeitet wird, wo Potenziale zur Weiterentwicklung liegen und wie agile Methoden in der Praxis eingeschätzt werden.
Die Präsenzwoche verlief intensiv und interaktiv zu den fachlichen Inhalten des agilen Projektmanagements. Themen wie Lean-Prinzipien, Flow und Observability als Teil des agilen Projektmanagements sowie praxisnahe Aufgabenformate wurden fokussiert. Besonders positiv hervorgehoben wurde ein kreativer Workshop zu kritischen Erfolgsfaktoren in agilen Projekten, in dem die internationalen Teams ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen konnten.
Das Rahmenprogramm bot zahlreiche Gelegenheiten für Austausch und gemeinsames Erleben. Beim EUNICoast CityGame zum Auftakt lernten die Teilnehmenden zunächst den Campus und anschließend die Stralsunder Altstadt kennen. Dabei kamen sie nicht nur mit Mitarbeitenden der Hochschule, sondern auch mit Menschen aus der Stadt ins Gespräch – immer mit dem Blick auf Themen der Nachhaltigkeit in „Coastal Communities“. Auf dem Programm standen außerdem ein Besuch im Ozeaneum sowie eine Brauereiführung. Den gemeinsamen Abschluss auf dem Campus bildete ein Farewell BBQ, das vom ThaiGer-H2-Racing Teams unterstützt wurde. Den fachlichen Schlusspunkt setzte die Abschlussveranstaltung im MakerPort. Dort präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse, diskutierten diese in einer gemeinsamen Plenumsrunde und gaben anschließend Feedback zum Programm.
Das Fazit fiel durchweg positiv aus: „Sowohl Lehrende als auch Studierende zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Programms. Besonders die internationale Zusammenarbeit, die interaktiven Lehrformate und die Verbindung von Fachthemen mit regionalen Fragestellungen wurden als große Bereicherung wahrgenommen“, erklärt Swantje Dieme, die zusammen mit Lisa Arndt, das Blended Intensive Programme mitvorbereitete und unterstützte, „von unserer studentischen Hilfskraft Lena Maier bis zu den Lehrenden und weiteren Partnern haben so viele Menschen engagiert zum Gelingen des Formats beigetragen. Für uns als International Office und EUNICoast-Hochschule bedeutet das: weiteres Zusammenwachsen der Allianz fachlichen und interkulturellen Austausch Anstoßen weiterer Kooperationen und ähnlichen Formaten und die Vertiefung der Forschung“.





