20. Bäumchenfest verwurzelt Familien

Hochschule pflegt Tradition der Familienfreundlichkeit und pflanzt auch dieses Jahr für Hochschulkinder einen neuen Baum – Würdigung von Rektorat, Oberbürgermeister und einem erwachsenen Bäumchenkind

Familienfreundlichkeit soll an der Hochschule Stralsund mehr als ein Label sein – nicht nur, dass die Hochschule für ihre dahingehenden Aktivitäten mehrfach zertifiziert ist, sie pflegt auch ihre Traditionen und die Sichtbarkeit der Familie auch am Arbeits- und Studienplatz. Aber ehe die Kids die studentischen oder mitarbeitenden Eltern zu Kita-Schließtagen oder an flexiblen Ferientagen an die Hochschule begleiten, steht zunächst eine Art „Initialisierungsritual im besten Sinne“ an: Das Bäumchenfest. In diesem Jahr ist es die 20. Auflage. Am Freitag, 30. Oktober, wird für zwölf Hochschulkinder ein Baum gepflanzt. Hochschulkinder sind Kinder von Studierenden oder Mitarbeitenden, die während der Hochschulzeit ihrer Elternteile geboren werden oder die sie „mit an die Hochschule“ bringen. Die Teilnahme an der Pflanzaktion ist freiwillig, sie soll eine Symbolik des Willkommens sein. „Bäume symbolisieren Wachstum, Leben und Nachhaltigkeit, genauso wie die Hochschulkinder, die jedes Jahr geboren werden“, sagt Silke Krumrey, die Leiterin des Familiencenters der Hochschule Stralsund. Und zugleich verwurzelt die Aktion den Gedanken der Familienfreundlichkeit, das nicht nur Tolerieren oder Akzeptieren, sondern das Willkommenheißen. 

Vier der zwölf Kinder, für die in diesem Jahr ein schwedischer Mehlbeerbaum im Innenhof von Haus 20 auf dem Campus gepflanzt wird, sind Kinder von Studierenden, acht sind Kinder von Mitarbeitenden. 

Bei der Veranstaltung werden Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow, Rektoratsvertreter und Prorektor Prof. Dr. Jens Ladisch und als ganz besonderer Gast und Redner ein Bäumchenkind selbst sprechen. Heute erwachsen berichtet eines der ersten Bäumchenkinder, was es für ihn bedeutet ein Kind der Hochschule zu sein. 

„Wenn ihr mich fragt, was das Schönste am Bäumchenkind-Dasein ist, dann ist es dies: Man hat immer einen Grund zurückzukommen. Mein Baum, die Quitte, steht hier noch heute. Und ich besuche ihn immer noch – ehrlich gesagt, regelmäßig. Früher war ich beeindruckt, wenn der Baum wieder ein Stück gewachsen war. Und heute? Heute freue ich mich auf etwas anderes: auf die Früchte.“ Aus denen wurde sogar Marmelade für das Frühstücksbrötchen. 

„Das schafft sonst keine Hochschule, glaube ich. Aber die Hochschule war für mich viel mehr als nur mein Baum. Als ich klein war, hat meine Mutter mich oft mitgenommen, wenn sie hier war. Und jedes Mal war es ein kleines Abenteuer. Wir haben im Eltern-Kind-Zimmer gespielt. Beim Eltern-Kind-Sport durften wir durch die Turnhalle toben. Und dann war da noch das Kinderlabor! Da durften wir Experimente ausprobieren und vor kurzem habe ich auch mein Schulpraktikum hier absolviert.“ 

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Fotohinweis: Bild vom Bäumchenfest 2025 als Symbolbild mit KI nachbearbeitet