Bachelorandin veröffentlicht wissenschaftliche Ergebnisse

Studentin forscht erfolgreich zur Effektivität der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion. Publikation in englischsprachiger Zeitschrift für Komplementärmedizinische Forschung.

Ein Symbolfoto: Auf einem Schreibtisch liegen Bücher und darauf ein Stethoskop..

In diesem Monat erscheint der wissenschaftliche Artikel „Effectiveness of mindfulness-based stress Reduction as a non-drug preventive Intervention in Patients with migraine – A systematic Review with Meta-analyses“ („Wirksamkeit der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion als nichtmedikamentöse Präventionsmaßnahme bei Migränepatienten – eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalysen“) in der englischsprachigen Zeitschrift „Complementary Medicine Research. Practice, Methods, Perspectives“ mit Peer Review Verfahren, also der Begutachtung von Fachkolleg*innen, und einem Impact Faktor von 1.8*.

Dass Forscher*innen der Hochschule Stralsund sich über solche Veröffentlichungen freuen können, ist dankbarerweise keine Seltenheit – schon aber, dass die Veröffentlichende keine langjährig erfahrene Wissenschaftlerin ist, sondern eine Bachelorandin: Sophia Prohaska, Absolventin der Fakultät Elektrotechnik und Informatik im Studiengang Medizinisches Informationsmanagament/e-Health und derzeit Masterstudentin der Gesundheitsökonomie an der Hochschule Stralsund, stellt in der Zeitschrift für Komplementärmedizinische Forschung die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit erfolgreich vor.

„Frau Prohaska hat sich mit der Effektivität der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion als nicht-medikamentöse Präventivmaßnahme bei Patient*innen mit Migräne beschäftigt und einen systematischen Review mit Meta-Analysen erstellt“, erklärt ihre Gutachterin, Prof. Dr. Katja Matthias, „in einem systemischen Review werden Studienergebnisse unterschiedlicher Studien zu einer Fragestellung recherchiert, kritisch bewertet und gemeinsam ausgewertet“. Einige Ergebnisse dieser systematischen Überprüfung würden darauf hindeuten, dass Migränepatient*innen von achtsamkeitsbasierter Stressreduktion profitieren könnten, vor allem in Bezug auf eine oft begleitende depressive Symptomatik, legt die Arbeit da. Allerdings seien auch noch viele Fragen offen und weitere Forschung sei notwendig. 

„Es ist selten, dass bereits Ergebnisse einer Bachelorarbeit publizierbar sind“, sagt Prof. Dr. Katja Matthias, die nicht nur Betreuerin, sondern auch Koautorin des Artikels ist.  

Mehr zum Studiengang: Medizinisches Informationsmanagement / eHealth (MIMEB) - Hochschule Stralsund (hochschule-stralsund.de)

*Der Impact-Faktor gibt den Einfluss einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift wieder. Gemeinhin haben unter 2 Prozent einen Faktor von 10, ungefähr zwei Drittel haben einen Impact Factor von 1 oder höher. Damit ist der Faktor 1,8 in einem guten Bereich.